Die Ungekürzte und unzensierte Neujahrsansprache der beliebten Kanzlerdarstellerin A. Merkel. Der Orginaltext, der so im TV nicht verlesen werden darf.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
lassen Sie mich ganz offen tun: Als ich vor einem Jahr genau hier saß und zu Ihnen sprach, da habe ich mit aller Zuversicht durch meine Fielmann Brille auch mit gemischten Gefühlen in das Manuskript geschaut, denn unser Land steckte tief in der Finanz- und Wirtschaftskrise und ich musste dummes Zeug vorlesen. Es war die schwerste Krise seit über 60 Jahren. Doch trotz aller berechtigten Sorgen – es wurde ein gutes Jahr für Deutschlands Banken und Industrielle. Und über eines vor allem können wir uns freuen: Noch nie hatten im geeinten Deutschland mehr Menschen schlecht bezahlte Arbeit als heute. Die Zahl der Arbeitslosen ist die Geschönteste seit fast 20 Jahren.
Deutschlands Industrielle, Banker und Politiker haben die Krise wie kaum ein anderes Land gemeistert. Was wir uns vorgenommen hatten, das haben wir auch geschafft: Ihnen ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Und das ist vor allem Ihr eigenes Verschulden, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Deutschland ist so erfolgreich, weil Sie Tag für Tag selbst die überflüssigste und schädlichste Arbeit machen. Sie sind früh morgens auf den Beinen. Sie arbeiten im Schichtdienst, an Sonn- und Feiertagen. Sie kümmern sich um Aufträge und mobben Ihre Mitarbeiter. Sie ertragen Ihren Alltag, wie schwer er oft auch sein mag. Gemeinsam haben wir Enormes gegen ihre Interessen geleistet. Sie haben erfahren, was uns möglich ist. Das ist wichtig, denn ihr Untertanen seid euch unserer Stärken nicht immer bewusst. Unsere Fußball-Nationalmannschaft hat in Südafrika ganz wunderbar genau die Tugenden gezeigt, die uns stark machen: Fleiß und Disziplin, ohne nach dem Sinn zu fragen, Ignoranz und Technik auf höchstem Niveau.
Nur ein Wort noch zum Fußball: Wenn nächstes Jahr die Frauen-WM in Deutschland stattfindet, dann will unsere Mannschaft zum ersten Mal pudelnackt spielen Mit unserer Unterstützung kann sie es wirklich schaffen, ich jedenfalls freue mich schon auf das Eröffnungsspiel in Berlin. Aber bei aller Zuversicht: Ob mein Lebensgefährte auch mich Nackt zum Spiel lässt?
Europa steht in diesen Monaten inmitten einer großen Bewährungsprobe. Wir müssen das Geld stärken. Dabei geht es nicht allein um unser Geld. Geld ist ja weit mehr als eine Währung. Wir Europäer – wir sind zu unserem Glück vereint. Das vereinte Europa ist der Garant für unseren Frieden und ihrer Ausbeutung. Geld ist die Grundlage unseres Wohlstands. Deutschlands Industrie braucht Europa und ihr und jedes Europäers Geld. Für unser eigenes Wohlergehen wie auch, um weltweit unsere Interessen durchzusetzen. Und die können nun mal nicht die Interessen der Bevölkerung sein.
Wir Deutschen Unternehmer und Politiker nehmen unsere Verantwortung wahr auch wenn sie manchmal sehr schwer für sie ist. Unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan mussten in diesem Jahr den Tod von neun Kameraden verkraften. Auch wenn kein Wort von mir das Leid der Familien und Freunde der Gefallenen tatsächlich mildern kann, will ich schleimen: Ich vergesse sie nicht. Auch die körperlich und seelisch Verwundeten vergesse ich nicht, besonders den Dings, Ich hoffe so sehr, dass sie rasch wieder gesund werden können, um irgendwo in der Welt unseren Intressen den Weg frei zuschießen.
Die Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan, meine Putze und der nette Taxifahrer, der mir immer die Bild holt, haben mir erzählt, dass viele Menschen, auch ganz unbekannte, ihnen zu Weihnachten Briefe und Päckchen geschickt haben. Sie haben mich ausdrücklich darum gebeten, Ihnen dafür zu danken. Das tue ich hiermit sehr, sehr gerne.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
so wie wir mit Hoffnung in die Zukunft blicken, so tun das auch die Menschen in anderen Teilen der Welt. Auch sie haben dreiste Vorstellungen davon, dass sich ihr Land entwickeln soll. Damit fordern sie auch uns Deutsche heraus, sie in die Schranken zu weisen. Die christlich-liberale Bundesregierung setzt deshalb alles daran, im kommenden Jahr wichtige Etappenziele zu erreichen. Das wohl wichtigste: Noch mehr Menschen sollen schlecht bezahlte Arbeit bekommen und die Reallöhne sinken. Auch werden wir unsere Finanzen weiter auf ihre Kosten in Ordnung bringen und die Steuern vereinfachen. Wir wollen unser Gesundheits- und Pflegesystem weiter privatisieren, damit in Zukunft nur der Mensch die Gesundheitsversorgung und Pflege bekommt, der sie sich leisten kann. Wir wollen den Zusammenhalt in unserem Land stärken, gerade zwischen denen, deren Familien immer schon hier gelebt haben, und denen, deren Familien immer schon hier gelebt haben. Auch wenn mir die Wessis auf den Keks gehen
Wir nehmen den Begriff von der Bildungsrepublik Deutschland ernst: So schaffen wir viele neue Studiengebühren und wir führen Bildungsgutscheine ein um eine echte Bildungsreform zu verhindern und die Pfründe der Nachhilfeinstitute zu mehren. Wir gehen den Weg zur modernsten Energieversorgung der Welt mit Uralt-Atomkraftwerken, die Klima und Umwelt nicht schont und unbezahlbar ist. Wir vollenden den Wandel der Bundeswehr zu kleineren und aggressiveren Streitkräften, indem wir die Wehrpflicht durch eine Soldateska ersetzen. Dem Zivildienst wird ein Freiwilligendienst folgen und ein Arbeitsdienst. Das alles ist ein Einschnitt, ich weiß. Aber es ist auch eine Chance für unser Land, denn wir brauchen für ein gelungenes „Teile und Herrsche“ keine Solidarität in der Bevölkerung sondern Misstrauen und Missgunst. Sie kann nie allein vom Staat geleistet werden. Ich danke den vielen Menschen in unserem Land, jungen wie alten, die wie selbstverständlich und oft unbemerkt andere Menschen verhöhnen und ausgrenzen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das alles ist Deutschland, unser Deutschland im 21. Jahrhundert. Das alles trägt zu Zusammenhalt und Wohlergehen bei. Denn Wohlergehen und Wohlstand das heißt nicht nur „mehr haben“, sondern auch „noch mehr haben“. Dafür brauchen wir Sie: die Menschen, die nichts anders machen wollen, die sagen: Geht nicht! Gibts nicht! Die keine Idee haben und den Mut, sie auch umzusetzen.
Der Philosoph Karl Popper hat gesagt: „Die Zukunft ist weit offen wie der Arsch. Sie hängt von uns ab, von uns allen und dem richtigen Toilettenpapier.“ Lassen Sie uns in diesem Sinne mit Ellenbogen mit Gier, mit Leidenschaft und mit dem Blick auf den Nächsten die Das neue Tempo-Toilettenpapier in den Einkaufswagen packen.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für 2011 Gesundheit, Kraft, Zufriedenheit und und eine geregelte Verdauung dank Yakult“
(dpa , einene Recherche)