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Montag, 24. Januar 2011

Mutige Journalisten

Heute „Stefan Warbeck, Programmchef“

Der kleinen Schwester von Magda 0.2 hatte die Journalistin Su Holder einen offenen Brief auf der Internetseite des rbb geschrieben. Den Originalbeitrag hätte ich eigentlich gerne hier verlinkt. Leider hat „Stefan Warbeck, Programmchef“ diesen Beitrag todesmutig vom Netz genommen: http://bit.ly/f4wmlT. Zum Glück nicht rechtzeitig genug
Es ging um in dem Beitrag um eine Bemerkung des Schröders, als werdende Mutter stehe sie vor den gleichen Herausforderungen wie jede andere Frau. Die Autorin zeigte darin auf, welche Herausforderungen Kristina S. als Privilegierte eben nicht mit jeder anderen Frau teilt.
Der Beitrag, wie er bei rbb nicht mehr zu finden ist, findet man noch auf einer Seite die von „Paste HTML“ gehostet wird
Su Holder sagt der Familienministerin ihre Meinung!
Es ist ungefähr so, wie wenn der größte Klassenstreber, der immer nur Einsen schreibt, sagt: ‘Oh Gott, hoffentlich fall ich nicht durch“…
Familienministerin Kristina Schröder ist schwanger und sorgt sich um ihre Zukunft. Die Frauen der FritRedaktion haben sich heute Morgen extrem darüber aufgeregt.
Su Holder mit einem offenen Wort an die schwangere Familienministerin:
Liebe Kristina Schröder,
ich freu mich eigentlich immer über Schwangerschaffsbotschaften, aber alle Zitate von Ihnen, die man heute lesen muss, rufen Ekel und Würgereflexe in mir hervor. Zum Beispiel: „Altwerden vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind.“
Wie anmaßend, schamlos, unmoralisch, blind und bescheuert sind Sie eigentlich? mit 16.529,50 Euro im Monat und einem garantierten, vergoldeten Betreuungsplatin der 5 Sterne-Bundestags-Kita stehen Sie NICHT vor den gleichen Herausforderungen wie viele andere Paare in Deutschland.
Sie hoffen ‘Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen mit der Unterstützung ihrer Familien“… Erzählen Sie uns bitte nicht dass Sie von Existenzängsten geplagt sich nachts wälzen und sorgen, ob das Geld für Windeln reichen wird, ob Sie problemlos ihre Arbeitsstelle zurück bekommen. Fragen Sie sich lieber, wer eigentlich vor kurzem das Elterngeld gekürzt hat.
Ich wünsche Ihnen Sodbrennen, Wasserbeine, Müdigkeit, Krampfadern und Hämorrhoiden —wenigstens körperlich gleiche Herausforderungen.
Die leicht fadenscheinige Begründung mit der „Stefan Warbeck, Programmchef“ den Offenen Brief von der Seite genommen hat geht so: Dieser Kommentar verletzt, so sehen wir es, an einigen Stellen eindeutig die Persönlichkeitsrechte von Frau Schröder. „Wir haben nichts dagegen, dass sich Journalistinnen und Journalisten mit ihrer Meinung in Form eines klar gekennzeichneten Kommentars äußern, auch gern hart in der Sache – aber bitte immer fair zur Person“ So fair wohl, wie Kristina S. mit weniger privilegierten Müttern umspringt.
Die Gedanken sind frei, doch Äußern soll man sie nicht. da sei der vorauseilende Gehorsam vor.

Samstag, 16. Oktober 2010

Der Wert des Menschen

Jetzt rechnen sie wieder. Und wie immer, wenn der Wirtschaftswissenschaftler und die Journallie zusammen rechnen, muss man damit rechnen, es mit einer Milchmädchenrechnung zu tun zu haben. Das ist nicht neu und wäre nicht der Rede wert, wie alles, über das öffentlich geredet wird in unseren geistfernen Zeiten.

Doch jetzt rechnen sie wieder aus, was eine Gruppe von Menschen Wert sei. Genauer, welchen volkswirtschaftlichen Wert der Zugereiste habe. Noch genauer welchen Wert fürs Bruttosozialprodukt der Muselmane habe. In Euro und in Mark und Pfennig.

Mag sein, diese mathematischen Kunstturner hätten mal ausnahmsweise recht, und die Volkswirtschaft bräche zusammen, flüchteten alle Muslime von Jetzt auf Gleich vor dem Mob in die Länder ihrer Vorfahren. Ja, das mag sein. Oder auch nicht.

Was aber ist, wenn der entfesselte sarrazinische Mob die Gegenrechnung aufmacht, was der Muslim der Volkswirtschaft nutze, in Zahngold umgerechnet, als Türkhaarfüllung für die Matratze, als Tierfutter, als Streugut. Das wird man ja noch fragen dürfen!

Wer mit dem volkswirtschaftlichen Nutzen von Menschen rechnet, der hat auch nichts dagegen, wenn Menschen in den Wüsten Afrikas verrecken, wenn sie der deutschen Volkswirtschaft keinen Nutzen bringen.
Wer so rechnet, hat auch nichts dagegen, zu errechnen, ob der volkswirtschaftliche Nutzen Arbeitssuchender, der darin besteht tausende "Fallmanager" in Lohn und Brotzu halten, eine ganze Ministerialbürokratie zu ernähren, eine riesige Betreuungsindustrie am laufen zu halten und als 1-€-Jobber Arbeiten zu erledigen , die in den Kommunen dank Personalabbau nicht erledigt werden würden, die Transferleistungen rechtfertige.

Wer mit dem Nutzen eines Menschen oder einer Menschengruppe rechnet ist, zu welchem Ergebnis er immer kommen mag, ein Barbar. Der Wert eines Menschen liegt in ihm selbst. Er hängt nicht ab von seiner Verwertbarkeit. Nicht davon, ob er als Säugling süüüß ist, oder als Greis mit Weisheit beindruckt.

Die Thora weiß das, die Bibel weiß das, der Koran weiß das, Kant weiß das. Nur unsere bildungsnahen, ebenso geist- wie anstandsfernen Mittelklassenmathematiker ahnen das nicht einmal ansatzweise. Der wahre Pöbel sitzt eben nicht in den Teestuben und Kneipen, sondern in den Redaktionen und Universitäten.

Unsere Leistungsträger sind und bleiben, was sie schon immer waren: das ideelle Gesamtarschloch.