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Freitag, 31. Dezember 2010

Weinachtsquatsch mitChristian

Der Bundeswulf besorgte es uns zu Weihnachten auch im Stehen. Dynamik soll das wohl demonstrieren oder gar eine neue Zeit. Freilich war es der gleiche Mumpitz wie er jedes Jahr zelebriert wird, frei von jeglichem Wirklichkeitsbezug.
Traulich glühen die Energiesparlampen am 08-15 Fichtenbaum, der Bundespräsident steht hölzern zwischen Baum und Bundesfähnchen. Zu seinen Füßen hin gelagert eine Kinderschar. Das herzige Tableau umstanden von  geladenen Gästen, die allerlei Volk verkörpern sollten.

Ein Volk wie Herr Wulf und seinesgleichen sich es wünschen, bestehend aus Soldaten, von jeder Waffengattung einer in  schmucker Uniform. Dazu  noch Ordensfrauen, selbst eine Alibimuslima gabs zu bestaunen.  Auch diverse  Ehrenamts-bekleider standen mehr oder weniger dekorativ herum, das Bild zu runden

Bis auf die Kinder hielten alle ihre Hände schützend vor dem Geschlechtsorgan verschränkt, wie Fußballer, die den Elfmeterschuss erwarten. Sie hätten besser ihre Ohren schützen sollen und das dazwischenliegende Hirn.

Was der handverlesenen Staffage vom Bundesdummsäureverklapper vorgetragen wurde, war nämlich der übliche Sermon von den schwierigen Zeiten, durch die wir alle gegangen seien und der Zukunft in die wir voller Zuversicht schauen dürften. Gedankt wurde Hans und Franz, Soldaten, Nonnen, Ehrenamtlichen und ähnlichen Verbrüderern. Und nicht ein Kinderstimmchen lässt sich aus dem Hintergrund vernehmen: „Mutti, warum redet der komische Mann da so dummes Zeug?“

Helfen könne der Staat wohl auch schon mal mit Geld, schwallt der komische Mann, am Bürger aber sei es dem Gegenüber auf die Schulter zu klopfen und die Hand zu reichen, damit es merke, auch du wirst gebraucht, auch du bist nützlich.
So etwas wäre einem Staat, der durch einen Wulf repräsentiert wird, wohl nicht zuzumuten, dem Bürger die Hand zu reichen. Und seien es auch nur die Bürger, die man noch für nützlich erachtet.

Gar nicht erst erwähnt wurden natürlich die Arbeitslosen, die doch immerhin dazu nutzen, allen anderen Angst zu machen, damit sie jeden schlecht bezahlten Job annehmen. Worte wie Altersarmut, Sozialabau Ausbeutung befleckten den Goldmund des Staatsschönredners nicht.
Dafür aber plauderte er lebhaft wie ein Räuchermännlein über Kinderwünsche, die als Sternlein den Bundesweinachtsbaum schmücken durften. Und siehe da, nichts Materielles wünschten sich die Kleinen – wie ja auch wir uns nicht den schnöden Mammon wünschen sollen, nach Art der gierige Hartzler. Nein, mehr Zeit mit den Eltern wünschten die süssen Racker sich.

Den Kindern der Arbeitslosen ist dieser liebe Wunsch schon überreichlich in Erfüllung gegangen. Nur der Wunsch der Wulfschen Kinder harrt noch seiner Erfüllung. Wie Pappa Wulf leutselig menschelnd dem Staatsvolk enthüllte, wünschen auch seine Lieben sich , Pappa möge doch zu hause bleiben.

Ein Wunsch, dessen Erfüllung wir seinen Kindern und uns allen von Herzen gönnen!